Aktuell

Am 8. März 2019 kommt das berühmte französische Barockmusikensemble „Café Zimmermann“ (www.cafe-zimmermann.com) mit dem neuen kammermusikalischen Programm „Le cahier imaginaire de Johann Sebastian Bach“ nach Versam.
Kirche Versam, 8. März 2019, 20.00

Flyer CZ März 2019 v3.pdf

Musiktage Valendas 2019, 1.-7. Juli 2019

Claude Le Jeune & Clément Janequin
„Zwischen dem Mittelalter und der Barockzeit“

Renaissance-Lautmalerei und rätoromanische Psalmen

Konzerte:

Kirche Valendas 5. Juli 2019, 20 Uhr

Kirche Salouf 6. Juli 2019, 20 Uhr

Kirche Tamins 7. Juli 2019, 17 Uhr

Vorkonzert Sogn Gieri Rhazüns 14.30 Uhr

Traditionelles Brunnenfest 3. Juli 2019 20.30 Uhr


Mitwirkende: Lia Andres, Sopran & Stimmbildung, Raphael Höhn, Tenor, Vincent Flückiger, E-Gitarre & Theorbe; Olivier Picon, Alphorn & Bassgitarre; 

Luzian Graber, Schlagzeug; Gambenconsort: Alex Polin, Ryosuke Sakamoto, Caroline Ritchie, Elizabeth Rumsey

Karel Valter, Klavier & Leitung

Das Programm dieses Jahres präsentiert die Musik des 16. Jahrhunderts als eine Verbindung zwischen dem Mittelalter und der Barockzeit und hebt zwei der bedeutendsten Persönlichkeiten der französischen Renaissance hervor: Clément Janequin (1485-1558) und Claude Le Jeune (1528-1600). Janequin verabschiedet sich vom Mittelalter und prägt die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts. Seine Programm-Chansons (Les Cris de Paris, La Bataille, La Chasse und Le Chant des Oyseaulx) wurden in ganz Europa ediert und verbreitet. Besonders beliebt waren sie wegen der Lautmalerei, mit welcher auf witzige Weise die Klänge der Pariser Strassen, der Jagd, der Vögel usw. musikalisch nachgemacht wurden.

Le Jeune begnügt sich nicht damit, die Musik durch Rückkehr zu den Prinzipien der Antike zu erneuern, sondern er beschäftigt sich auch mit theoretischen Forschungen. So fügt er zu zwei von Janequins Chansons eine fünfte Stimme hinzu (Le chant de l’alouette und Le chant du rossignol) und komponiert sogar eine Fortsetzung dieser Vogel-Chansons. In Anlehnung an Janequins Bataille schreibt er ein Stück namens La Guerre, vergleichbar mit den einige Jahre später entstandenen Kriegs- und Liebes-Madrigalen Monteverdis. Le Jeune widmet sich auch der Vertonung zahlreicher Psalmen, welche sich so grosser Beliebtheit und Verbreitung erfreuen, dass sie 1733 sogar im bündnerischen Straeda von Johan Nuot Janet mit rätoromanischem Text gedruckt werden.
Auch von dieser Besonderheit erklingen in Programm einige Teile und werden, der historischen Aufführungspraxis folgend, von einem Gambenconsort mit Theorbe begleitet.